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Google Willow: 1 logisches Qubit unterhalb der Surface-Code-Schwelle

Datum: 2024-12-09 | LQ: 1

Quantensystem: Willow

Organisation: Google Quantum AI

Googles Willow-Supraleitungsprozessor demonstrierte erstmals einen Surface Code unterhalb der Fehlerschwelle: 1 logisches Qubit in einem Distanz-7-Code über 101 physikalische Qubits kodiert, mit einer logischen Lebensdauer, die 2,4-mal länger ist als die des besten physikalischen Qubits.

Am 9. Dezember 2024 veröffentlichte Google Quantum AI in Nature Ergebnisse, die zeigen, dass ihr Willow-Supraleitungsprozessor einen kritischen Meilenstein in der Quantenfehlerkorrektur erreicht hat: erstmals den Betrieb eines Surface Codes unterhalb der Fehlerschwelle.

Das zentrale Ergebnis ist 1 logisches Qubit, realisiert als Distanz-7-Surface-Code-Speicher auf einem 105-Qubit-Prozessor. Der Code verwendet 101 physikalische Qubits (49 Daten-Qubits, 48 Mess-Qubits und 4 Leckage-Entfernungs-Qubits). Bei jedem Anstieg der Code-Distanz wird die logische Fehlerrate um mehr als den Faktor zwei unterdrückt.

Wichtige Ergebnisse des Willow-Experiments:

  • 1 logisches Qubit — Distanz-7-Surface-Code auf 105 physikalischen Qubits
  • Λ = 2,14 ± 0,02 — logischer Fehler wird bei jeder Erhöhung der Code-Distanz um 2 halbiert (Unterschwellenbetrieb bestätigt)
  • Logischer Fehler pro Zyklus: 0,143 % ± 0,003 % bei Distanz 7
  • Logische Lebensdauer: 291 ± 6 μs — 2,4-mal länger als das beste physikalische Qubit (119 μs)
  • Echtzeit-Decoder bei Distanz 5: mittlere Latenz 63 μs, stabil über 106 Fehlerkorrekturzyklen
  • Hochdistanz-Wiederholungscodes bis Distanz 29, 5,5 Stunden lang betrieben; seltene korrelierte Fehler mit einem Boden bei ~10−10 pro Zyklus identifiziert

Der Betrieb unterhalb der Schwelle bedeutet, dass das Hinzufügen weiterer physikalischer Qubits zum logischen Qubit den logischen Fehler immer reduziert — eine notwendige Bedingung für praktisches fehlertolerantes Quantenrechnen. Vor Willow hatte kein Quantenprozessor diese Eigenschaft in einem Surface Code eindeutig demonstriert.

Das logische Distanz-7-Qubit übertraf auch den Break-Even-Punkt: Seine Kohärenzlebensdauer überstieg die jedes seiner 101 physikalischen Qubits und bewies damit, dass die Fehlerkorrektur bereits einen Nettonutzen bringt.

Quelle

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